13.3.09

Ungleiche Gegner im ADAC-Crashtest


Der ADAC hat zahlreiche Crashtests auf seiner Webseite:
  • ADAC.de
  • 13.1.09

    Detroit mit Vollgas in die Energiekrise

    Der Begriff "Naturschutz" ist für Marketingstrategen zu abgenutzt; deshalb kommt man mit "Blue Motion" und präsentiert in Detroit zwischen schlanken Frauenbeinen, die jeden gesunden Männergeist hormonell desorientieren, die neuesten Energieschleudern. Die ARD-Tagesschau.de stimmt zur Bildershow mit den unkritischen Worten ein: "Vorbei sind die Zeiten, da Nordamerika hemmungslos Energie verschwendet hat. Jetzt müssen die Gürtel enger geschnallt werden - und spritsparende Autos her. Vielleicht hilft das auch in Zeiten der Automobilkrise."
    Was soll da "vorbei" sein? Die Angebotspalette wurde auf der einen Seite um einige Fahrzeuge erweitert, deren Energieeffizienz aus Gründen von Mehrgewicht und elektronischem Schnörkel äußerst fraglich ist, und auf der anderen Seite "Boliden", die alles verhöhnen, womit es angeblich "vorbei" sei. Da präsentiert Mercedes einen McLaren SLR Stirling Moss für 750.000 Euro und die Volkswagen-Tochter Bentley das "stärkste Cabrio", das je unter dieser Marke gebaut wurde, mit 610 PS.
    Die Autobauer wollen unter den "Rettungsschirm", um weiterhin "mit Vollgas" in die Energiekrise zu fahren. -msr- >> Diskussion

    3.1.09

    Toyota plant offenbar Auto mit reinem Solarantrieb

    Tōkyō (Japan), 03.01.2009 – Das japanische Unternehmen Toyota arbeitet nach Berichten des Onlinedienstes „hybridcars.com“ und der „Associated Press“ (AP), der sich wiederum auf die japanische Zeitung Nikkei bezieht, offenbar an einem Auto mit einem reinen Solarantrieb. Allerdings liege das Erreichen des Entwicklungszieles noch Jahre in der Zukunft. Zurzeit verfolgen die Techniker noch das Ziel, das Aufladen der Batterien durch die Sonne bestmöglich zu unterstützen. Das könne mit Solarzellen auf dem Autodach ebenso erfolgen wie mit fest installierten Solarzellen am eigenen Haus. Allerdings werde in dem Bericht der Zeitung Nikkei keine Quelle genannt, auch sei ein Unternehmenssprecher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen gewesen.

    Bereits im Juli 2008 gab es Berichte, denen zufolge Toyota sein Modell „Prius“ in der nächsten Generation mit Solarzellen ausstatten will. Energieexperten wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es noch ein Missverhältnis zwischen der Energiemenge gebe, die von der Sonne ausgestrahlt werde und theoretisch nutzbar sei, und der tatsächlich von den Solarzellen verarbeitete Menge. So kann das geplante Sonnenpanel beim Prius erst einmal nur geringe Strommengen liefern.

    Nischenanbieter haben in den vergangenen Jahren bereits diverse Konzepte für solar angetriebene Fahrzeuge entwickelt und vorgestellt. Ein Trend ist dabei unter anderem die Gewichtsreduzierung des Fahrzeuges, so dass nicht mehr soviel Energie für den Antrieb benötigt wird. Toyota wird auf der nordamerikanischen internationalen Autoshow in Detroit in Kürze auch ein Konzept vorstellen, das nach Angaben einer Unternehmenssprecherin aber nur ein kleineres Ausmaß habe und lediglich Interesse beim Verbraucher wecken solle. +wikinews+

    13.11.08

    Nein zur "Verschrottungsprämie"

    SPD und CDU überlegen, ob sie durch eine "Verschrottungsprämie" für Altfahrzeuge die Bürger zum Neuwagenkauf animieren wollen.
    Das ist umweltpolitischer Wahnsinn, denn was neuere Fahrzeuge an Umweltschäden einsparen würden (wenn überhaupt), kann mit dem aktuellen Fahrzeugangebot nicht ausgleichen, was sie durch ihre unnötig vorfristige Produktion an Ressourcenverbrauch und Umweltschäden bewirken.
    Außerdem werden die Bürger durch Neuwagenkäufe zur Verschuldung animiert, in noch stärkere Abhängigkeiten von Abhängigkeiten gebracht. Das führt zur Entmündigung der Bürger und ist unsozial.
    Wer der Rezession begegnen will, darf nicht die Kreditblasen vergrößern, denn die geplatzten sind schon riskant genug. Stattdessen muss die Wirtschaft in gleichem Maße konsolidiert wie umgebaut werden:
    Das richtige Konjunkturprogramm wären staatliche Investionen für Infrastruktur, Alternativenergie, Bildung, Kultur, Naherholung und Wohnungswirtschaft = für die Bürger bezahlbare und erlebbare Dinge.
    Das richtige Konjunkturprogramm wäre eine Reform des Arbeitszeit- und Lohnsteuerrechts mit dem Ziel besserer Verteilung auf möglichst alle Erwerbsfähigen. Dazu müsste zum Beispiel die "Leiharbeit" teurer sein als das ordentliche Arbeitsverhältnis. Das aber kann die Leiharbeiterschaft mangels gewerkschaftlicher Kraft nicht schaffen, weshalb der Staat für die Leiharbeit höhere Löhne als für die ordentlichen Arbeitsverhältnisse vorschreiben sollte.
    -msr- >> Diskussion

    10.9.08

    Mit Windstrom Auto fahren – billiger und weniger CO2

    Pressemitteilung Bundesverband Windenergie

    Zur viel diskutierten breiten Einführung von Elektrofahrzeugen erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie, auf der Husum Wind Energy: „Mittels der Elektromobilität kann die Windenergie nicht nur den Strom-, sondern auch den Verkehrssektor mit erneuerbarer Energie versorgen und so helfen, die Ziele für Klimaschutz- und Versorgungssicherheit der Bundesregierung und der Europäischen Union zu erreichen.“

    Die Nutzung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen ist an sich aber noch keine Lösung. „Elektroautos fahren nur dann umweltfreundlich, wenn sie mit erneuerbarem Strom fahren. Alles andere ist eine Mogelpackung für den Verbraucher, denn die Emissionen und Abfälle der herkömmlichen Stromerzeugung müssen selbstverständ-lich in der Bilanz berücksichtigt werden“, so Albers.

    Als weiteren Vorteil der Windenergie führt Albers an, dass sie eine einheimische, unerschöpfliche Energiequelle ist: „So können wir uns dauerhaft von der hohen Importabhängigkeit bei Öl und Gas befreien. Genügend Windstrom stellen wir allemal bereit. Bis 2020 sind in Deutschland moderne Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 45.000 MW an Land und 10.000 MW auf hoher See realistisch. Diese werden dann rund 150 Mrd. Kilowattstunden Strom ohne CO2-Emissionen und radioaktiven Abfall im Jahr produzieren. Ein Fünftel davon würde reichen, um den Jahresbedarf von 10 Millionen Elektrofahrzeugen zu decken“, betonte Albers.

    Windenergie und Elektromobilität können sich auch beim Netzmanagement hervorragend ergänzen. Trotz immer besserer Prognosen des Windangebots der nächsten Tage und Stunden steigt mit wachsender Turbinenkapazität auch der Bedarf für Regelleistung. Diese wird vorgehalten, um kurzfristige Abweichungen von der Prognose jederzeit sofort auszugleichen. Heute werden dafür schnell zu startende Pumpspeicher-wasserkraftwerke oder Gasturbinen eingesetzt. Mit einer ausreichend großen Flotte von Elektroautos, die zu Hause und möglichst auch vor dem Büro an das elektrische Netz angeschlossen sind, könnte eine Vielzahl dezentraler Stromspeicher zu einem großen virtuellen Stromspeicher zusammengeschlossen werden. Dieses unter dem Namen „Vehicle to Grid (V2G)“ entwickelte Konzept kann so einen wesentlichen Beitrag zur Integration steigender Menge von Windenergie in das Versorgungssystem liefern.

    „Die Wiege der Automobilindustrie steht in Deutschland. Darum sehe ich uns heute in der Verantwortung, als Impulsgeber auf dem Gebiet der Elektromobilität voranzugehen. Die Verbindung von sauberem Windstrom und motorisiertem Individualverkehr liegt auf der Hand“, so Hermann Albers.

    Anlage: Zahlen und Größenvergleiche

    Für Elektrofahrzeuge rechnet man mit einem Verbrauch von maximal 20 Kilowattstunden (kWh) Strom pro 100 km (entsprechend dem Energieinhalt von rund zwei Liter Benzin). Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr entspricht dies einem Jahresverbrauch von 3.000 kWh, etwa dem normalen Verbrauch eines 4-Personen-Haushalts. Eine Flotte von 10 Millionen Elektrofahrzeugen würde jährlich 30 Mrd. kWh verbrauchen, das sind knapp sechs Prozent des heutigen Strombedarfs in Deutschland.

    Ein dreiphasiger Steckdosenanschluss („Kraftstrom“), der in jedem Haus möglich ist, kann etwa zehn Kilowatt (kW) Leistung abgeben oder aufnehmen. Der Energieinhalt für 100 km Fahrt kann damit rechnerisch in rund zwei Stunden geladen werden. Bei einer statistischen Stillstandszeit von rund 23 Stunden am Tag, ergibt sich damit eine große Zeitspanne, in der die Akkus eines Elektromobils zum Auf- und Entladen für Regelenergiezwecke genutzt werden können. Bei 10 Mio. Elektrofahrzeugen ergäbe sich eine mögliche maximale Regelenergiekapazität von 100.000 Megawatt – das ent-spricht etwa der Gesamtleistung aller konventionellen Kraftwerke in Deutschland und einem Vielfachen der in Zukunft benötigten Regelleistung.

    Download: Presse Handout - Deutsche Windindustrie

    3.8.08

    Reine Luft als Antrieb - Aircar soll 2008 in Serie gehen

    Neu-Delhi (Indien), 03.08.2008 – Indiens größter Autobauer Tata plant in Zusammenarbeit mit Motor Development International (MDI) aus Frankreich noch dieses Jahr ein Auto mit Druckluftantrieb in Serie zu bauen, in Indien und in Europa. Zunächst sollen 6.000 Autos in Indien die Alltagstauglichkeit beweisen.

    Luftfahrtingenieur Guy Nègre, der in der Vergangenheit Formel 1-Motoren entwickelte, hat das Konzept des Aircars entwickelt. Ein Chassis aus verklebtem Aluminium trägt eine Karosserie aus Glasfaserverbundstoff und Schaumstoff in Sandwichbauweise. Angeboten werden soll der Onecat als Drei- und Sechssitzer, der Kaufpreis wird laut Ankündigung von 3.500 bis 5.300 Euro reichen. Ab September 2008 soll die Serienproduktion in Frankreich beginnen, danach beginnt die Serienproduktion in Spanien und Indien. In den USA wird der Onecat von ZPM in Lizenz gebaut und unter 15.000 Dollar kosten.

    Das Modell „OneCat“ wird mit 15 bis 22 Kilowatt starken Motoren ausgestattet und soll eine Höchstgeschwindigkeit von 90 bis 110 Kilometer erreichen. Die Reichweite wird mit rund hundert Kilometern angegeben. Geplant ist ein Hybridmodell mit einem Flüssigbrennstoffmotor, der 1,5 Liter Kraftstoff verbrauchen soll und die Reichweite auf angekündigte 800 Kilometer erhöht. Die Betankung dauert mit einer Spezialvorrichtung etwa drei Minuten, allerdings müssen solche Vorrichtungen noch gebaut werden. Mit dem eingebauten Kompressor, der über einen 230 Volt-Anschluss betrieben werden kann, z.B. in der heimischen Garage, dauert ein Tankvorgang drei bis sechs Stunden.

    Der Kritik von Larry Rinek, Analyst bei der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, komprimierte Luft enthalte nicht genügend Energie, begegnet Nègre gelassen. Er hält das Konzept für erprobt. Auch Ulf Bossel, Organisator des „European Fuel Cell Forums“, hält die Idee für durchführbar. Bei Nutzung von Solar- oder Windenergie lasse sich zudem die Energiebilanz noch verbessern. Auch eine Nutzung der entstehenden Wärme könne zu einer besseren Energieausnutzung beitragen, meint Bossel.
    +wikinews+